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Damen erkämpfen sich ersten Auswärtssieg

TV Todtnau - Damen I 22:26 (11:11)

Hartes Duell: Die Damen des SG FT 1844/SV Kappel setzen sich beim TV Todtnau mit 26:22 (11:11) durch. Spannung, Nerven, Taktik - ein Spiel hält, was es verspricht.

Beide Teams starteten konzentriert und ohne langes Geplänkel in die erste Hälfte. Sofort war klar, dass hier zwei Mannschaften aufeinander treffen, die sich bestens kennen. Von Beginn an wurde die Top-Spielerin des TV Todtnau durch Manndeckung aus dem Spiel genommen. Die hervorragend aufgebaute 3-2-1-Abwehr der Heimmannschaft hielt die Damen aus Freiburg nicht davon ab, sich einen soliden Vorsprung herauszuspielen. Bei nur 2 Gegentreffern fand bereits in der 10. Minute der siebte Ball den Weg ins Todtnauer Netz. Es folgte eine gegnerische Auszeit, die es der Heimmannschaft ermöglichte, sich neu zu sammeln. Durch einige gut platzierte Rückraumtreffer erzwangen die Hausherrinnen in Minute 19 das 7:7-Unentschieden. Die Damen legten nach und konnten sich mit 7:10 wieder einen leichten Vorsprung verschaffen. Es gelang jedoch nicht, die Führung in die zweite Hälfte zu retten. Zur Pause stand es folglich 11:11.

Die zweite Spielhälfte begann vielversprechend. Die Damen setzten sich durch ihr druckvolles Spiel und eine sichere Abwehrarbeit auf 12:16 ab. Eine Zeitstrafe auf Freiburger Seite ermöglichte der Heimmannschaft jedoch eine erneute Aufholjagd. In Minute 46 beim Stand von 17:17 gelang es den Gegnerinnen einen Tempogegenstoß in Richtung Freiburger Tor einzuleiten. Überflüssig zu erwähnen, dass die Silberberghalle zu diesem Zeitpunkt tobte. Wenige Sekunden lang schien das Spiel in Zeitlupe zu verlaufen. Die Gegnerin nimmt Anlauf, 1-2-3, Sprung: Den (ersten) Führungstreffer quasi in der Hand, scheitert sie an der blitzschnell agierenden Torhüterin Christine Bernauer. Die Fäuste gehen hoch, die letzten Kräfte werden mobilisiert. „Das war der schönste Ball, den ich heute für uns halten durfte“, freute sich Christine später. Zurück zum Spiel: Mit viel Einsatz und einigen taktischen Raffinessen nahmen die Damen erneut das Zepter in die Hand und brachten sich mit drei Toren in Führung. Der Vorsprung konnte diesmal konsequent über die Zeit gebracht werden und mündete schließlich in einen Endstand von 22:26.

„Sina Wissler von Beginn an mannzudecken, erwies sich als kluge Entscheidung“, analysiert Trainer Stefan Fischer nach dem Spiel. Und weiter: „Die sonst so starke Spielerin brachte es dadurch auf gerade einmal drei Tore.“ Insgesamt sei Fischer stolz auf sein Team, das wieder einmal auf allen Positionen glänzen konnte.

Fazit: Den Zuschauern wurde ein hochklassiges und abwechslungsreiches Spiel geboten. Die Damen überzeugten durch ihre taktische Anpassungsfähigkeit, ihr schlaues Spiel und vor allem durch Nerven wie Drahtseile. Trotz vergleichsweise weniger Zeitstrafen und 7-Meter konnte man eine gewisse Härte beobachten. Zwischendurch fragte man sich, warum sich nicht einfach jede Spielerin einen Ball nahm – anstatt sich so darum zu streiten.

Ausblick: Am Sonntag, den 23.11.2014, ist um 16.30 Uhr die HSG Meißenheim/Nonnenweier zu Gast in der heimischen Burdahalle. Die Mannschaft aus der Ortenau steht bei gleicher Punktzahl auf Tabellenrang 8, einen Platz hinter den Freiburger Handball-Damen des SG FT 1844/SV Kappel. Durch die generell knappen Punkteverhältnisse in der Landesliga Süd bleiben selbst die oberen Tabellenplätze weiter in Reichweite. Die Damen freuen sich auf eine gut gefüllte Halle!